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Blacky und Puschkin II vom
Landungsboot Krokodil

Landungsboot Krokodil aus Wilhelmshaven

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     Die Bordhunde vom Landungsboot “Krokodil”


Im Herbst 1958 wurden die in den USA gekauften alten Landungsboote als 2. Landungs- geschwader nach Wilhelmshaven überführt und am 19 Dezember liefen sie in Schlicktown ein und wurden an Krokodil_1959_boot1der Wiesbadenbrücke mit großem Bahnhof begrüßt.Die Wiesbadenbrücke wurde für die nächsten Jahre der Heimat Liegeplatz des Geschwaders.
Das Landungsboot Krokodil wurde nach der Außerdienststellung der Boote Otter und Natter 1967 sowie Viper und Salamander 1969, zusammen mit der Eidechse weiter im Amphibischen Verband, weitergeführt. Krokodil diente als Erprobungsträger für Helicopter Landeplattformen, die auf dem Krokodil aufgebaut wurden.
 Krokodil wurde dann entgültig am 15.12.1972 außer Dienst gestellt. Ob sich zu dieser Zeit der Puschkin noch an Bord befand, ist bis jetzt nicht bekannt

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Hier links ist Krokodil nach dem Umbau mit der Landeplattform zu sehen und rechts erproben die Helicopter das Landen an Deck bei diversen Fahrstufen und Manövern.

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 Nach Jahren der Annahme, dass der Spitz Pusckin II der einzige Bordhund auf Krokodil war, meldete sich Nov.2011 der Kamerad Hans Heuser der 1961 auf Krokodil fuhr
 und Anfang Dez,2011 der Kamerad Roland S.Vaas der bereits 1958 auf Krokodil fuhr und Mann der ersten Stunde war und somit 2 Bordhunde erlebt hatte. 



Hier die Geschichte von den Bordhunden Lady + Blacky auf Krokodil


Roland S.Vaas aus Stuttgart berichtet folgendes:
Hallo Seemann,
Habe heute durch Zufall Deine Homepage entdeckt. Zunächst mal gesagt: Sehr toll gemacht!! Zum Bordhund auf LSM750 Krokodil folgendes:
Ich, Roland Vaas war von Sept 59  bis April 61 als 32er auf Krokodil und habe die ganze Geschichte der Hunde miterlebt.Daher muss ich die Story der “Krokodil-Hunde”  etwas berichtigen, denn es gab vor Blachy noch einen weiteren Hund..
1959 war Hagen von Holtzendorff, Kommandant des Schiffes.
Der hatte einen Hund  Namens ”Lady” eine ” ????”-  Mischung aus den USA mitgebracht.Ich war damals  u.a.”Kommandantenaufklarer” für die Sauberhaltung der Kommandantenkammer  verantwortlich. Der Hund verstand nur amerikanisch und hat ständig Haare verloren, d.h.er hat gehaart. Ich hatte aber das Problem, die vielen Hundehaare von der  Blauen Uniform, sowie aus der Kommandantenkammer zu entfernen. Lady war ein von allen geliebter Hund. Nur, es war eben der Hund des “Alten”.
Die “Gang” wollte allerdings gerne einen eigenen Hund.
 Nachdem v.Holtzendorf abkommandiert wurde und der Hund auch nicht mehr da war, wurde von der  "Gang"beschlossen einen Hund anzuschaffen.
Kptlt.Küper als neuer “Alter” war  damit einverstanden.
 Im Tierheim von Bremerhaven habe ich und zwei weitere  Kameraden dann ” Blacky”, ein winzig kleines schwarzes namenloses Wollkneuel  rausgesucht, für 20-DM.
 Dieser Hundeerwerb musste natürlich mittels Umtrunk gefeiert werden.Dabei wurde dieses schwarze Wollkneuel auf den Namen  “Blacky”getauft.An Bord wurde nunmehr darum gestritten, wer für den Hund in der  Betreuung zuständig ist. Man hat sich geeinigt, dass dies der Smut, er  hiess  Eddy, machen sollte.
Es dauerte einige Zeit bis sich der Hund an das  Bordleben gewöhnt hatte. Besonders hatte er, wie alle die je auf Landungsschiffen  gefahren sind, seine Probleme mit dem Seegang und es dauerte einige Zeit bis aus  Blacky ein richtiger Seehund geworden war. Aber das Viech hat allen viel Freude  gemacht und wurde von allen verwöhnt. An eines erinnere ich mich noch, was dem  Hund beigebracht wurde. Auf das Kommando: ”Blacky, wie machen die Mädchen in  W’ haven” legte er sich auf der Rücken und streckte alle Viere von sich. Mit  dieser Nummer haben wir beim Landgang natürlich immer eine Schau  abgezogen.
 Leider war das schwarze Wollkneuel bald mit grauer Farbe RAL 7010  verschmiert, besonders an den Pfoten.Blacky musste ständig an Stellen  rumschnuppern, die frisch gestrichen waren und das war ja täglich der Fall. Wenn  wo gepönt wurde, erklang bei Erscheinen von Blacky ständig der Ruf: ”Kumm mi nich  anne Farff”.
Eine andere Story:
 Eines Tages erklang aus dem Wohndeck klägliches Gejaule des Hundsvieches. Man konnte aber nicht Orten aus welcher Ecke das kommt. Es klang eigenartig gedämpft. Irgendwann wurde er entdeckt. Er steckte Kopfüber in einem Seestiefel und hatte sich darin verkeilt und konnte nicht mehr zurück. Wahrscheinlich hat Ihn der Geruch der “Käsemauken” verführt in dem  Stiefel zu Schnuppern.
Leider habe Ich kein Bild von Blacky (wenigstens finde ich im Moment keines)  werde aber bei Erfolg eines nachsenden.
April 61 habe ich dann von Krokodil abgemustert und bin ins Zivilleben  zurückgekehrt,
aber der “Blacky” ist mir immer noch in bester Erinnerung.



Der Kamerad Hans Heuser berichtet über
 seine Erlebnisse mit Blacky:
Hallo Peter, habe zufällig Deine gelungene Webseite gefunden zu der ich noch  etwas beisteuern möchte. Wie auf dem Bild zu sehen ist, gab es auch schon 1961 an Bord von Krokodil einen Bordhund mit Namen Blacky.
Die Namen der beiden  Heizer, zu denen auch ich gehörte, habe ich leider vergessen.
Ich habe bis heute noch keinen Kameraden gefunden der zu meiner Zeit auf  “Krokodil” gefahren ist. Zu Bordhund Blacky habe ich auch keine zu grossen  Erinnerungen mehr
 


bordhund Blacky vom Krokodil

Blacky ein kleiner schwarzer Pudelmischling, der zweite Bordhund auf dem Landundungsboot Krokodil
Wer weiß mehr, wer kennt den Hund?
Wer fuhr 1961 auf Krokodil?


Krokodil Schiffsglocke und GoFo im Hintergrund



       Hier die Geschichte vom Bordhund Puschkin II auf Krokodil
In den 60/70ziger Jahren gab es auch beim Landungsgeschwader in W’haven
auf dem Boot Krokodil einen Bordhund Namens “ Puschkin
Puschkin soll dem Sagen nach der erste Bordhund im Landungsgeschwader gewesen sein
und bereits während der Schiffsübernahme im Herbst 1958 in Amerika an Bord von Salamander gekommen sein.
Auch hier haben wieder Story oder Seemannsgarn Pate gestanden.
Puschkin  war einer von vielen Bordhunden, die beim 2.Landungsgeschwader in W’haven zu Hause waren.
Er war ein kräftiger Spitz, der vorher auf dem Landungsboot Salamander viele Jahre gelebt hat.
Bei der Außerdienststellung von Salamander, ergab es sich, das einige der Besatzungsmitglieder auf Krokodil versetzt wurden und diese brachten den Hauptgefreiten Puschkin mit.
So kam auch das Landungsboot Krokodil als 4. Boot im Geschwader zu einem Bordhund.
krokodil_puschkin_oberdeckkrokodil_puschkin_oberdeck2
   Hier ist Puschkin 1970 an Bord des Krokodil in bester Verfassung und Fellpflege.

krokodil_puschkin1krokodil_puschkin_liegend
Hauptgefreiter Puschkin mit Exkragen         Puschkin immer relaxed und wachsam,
fertig zum Landgang in die Landungs-         um als Hackenbeisser die Lords auf Trab
fahrer Kneipe “Krokodil” in Schlicktown.       zu halten.
      krokodil_puschkin_bierchen02krokodil_playboy
 Puschkin bei seiner Lieblingsbschäftigung,      Ein alternder Playboy gibt zum Besten:
 genußvoll eine Gerstenschorle zu genießen,       “Alle reden von der Liebe--ich nicht
 wenn immer die Gelegenhet zum Landgang war.           ich praktisiere Sie


Hier eine kleine Episode über Puschkin von dem Krokodil Fahrer Peter Neuhaus

Ich selbst war vom 1.1.70 – 31.12.70 auf dem Landungsboot Krokodil. Zu diesem Zeitpunkt gab es nur noch 2 LSM (Krokodil und Eidechse) und der Bordhund Puschkin befand sich auf Krokodil! Puschkins Fell und besonders sein Schwanz hatte kaum noch Haare, aber auf seinem 1/2 Liter Bier aus dem Aschenbecher bestand er weiterhin.

krokodil2_puschkin

Am nächsten Morgen war er dann schlecht gelaunt und wohl mit heftigen Kopfschmerzen geplagt.
Bei der Arbeitverteilung biss er dann wahllos in die Beine eines jeden, den er erwischen konnte.
An eine Episode erinnere ich mich noch.Da er doch schon sehr alt war, wollten wir ihm das für ihn teilweise rauhe Bordleben ersparen.
Ein Obergefreiter der ihn besonders mochte, nahm ihn deshalb bei seiner Entlassung mit nach Hause, um ihm noch einen schönen Lebensabend zu bereiten.

Es dauerte jedoch nur eine Woche, das stand dieser Obergefreite beim Einlaufen in den Hafen, mit Tränen in den Augen an der Pier, um Puschkin wieder an Bord zu bringen. Er war wohl 150km gefahren um uns zu finden. Puschkin hatte die Nahrungsaufnahme verweigert und hatte schwere Depressionen.
 Offensichtlich brauchte er das rauhe Bordleben.Wohl deshalb rannte er dann auch wie verrückt über das Oberdeck und begrüsste jeden den er traf, mit einem herzhaften Biss in die Wade.
Als ich entlassen wurde, war er noch gesund und munter.
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Die Schiffs-Bilder sind von Ingo Zeitz.
 Die Hundebilder vom alten Krokodil Fahrer Ralph Bode
 E-Mail:foto-presseservice@freenet.de
sowie der Text von Peter Neuhaus
E-Mail: peter.neuhaus@online.de



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