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Kuno und Ringo
vom Landungsboot Viper

Landungsboot Viper aus Wilhelmshaven

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Grüne Viper
Bordhund  lachend Viper
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Ich und ein Bordhund ha,ha,ha

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Kuno und Ringo die Bordhunde vom Landungsboot “Viper”

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Im Herbst 1958 wurden die in den USA gekauften alten Landungsboote als 2. Landungs- geschwader nach Wilhelmshaven überführt und am 19 Dezember liefen sie in Schlicktown ein und wurden an der Wiesbadenbrücke mit großem Bahnhof begrüßt.
Die Wiesbadenbrücke wurde für die nächsten Jahre der Heimat- Liegeplatz des Geschwaders.
Im Herbst des Jahres 1968 wurde Viper mit anderen Booten zusammen nach Borkum verlegt.
 Viper beim Einlaufen

Das Landungsboot Viper wurde nach der Außerdienststellung der Boote Otter und Natter 1967, ein Jahr später zusammen mit Salamander 1969 außer Dienst gestellt.



      Viper beim LandemanöverViper im Manöver

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Hier die Geschichte des 1.Bordhundes “KUNO”



In den 60ziger Jahren gab es auch beim  Landungsgeschwader in W’haven
auf dem Boot Viper einen Bordhund Namens “ KUNO ”
.
Er war ein kräftiger Rüde unbekannter Herkunft.
Kuno war der erste Bordhund beim 2. Landungsgeschwader.
Möglicherweise sogar bei der gesamten Bundesmarine.


Kuno der Sanfte im Brass


Er kam, wenn ich mich recht erinnere, 1960 an Bord.
 Ich selber bin vom
1.4.59 bis 31.3.61 als Heizer und Storekeeper auf L753 Viper gefahren.
Zu Kuno fällt mir spontan nur ein, dass er mal an der Ostsee achteraus gesegelt
ist und sich erst einige Tage später in Schlicktownwieder an Bord meldete.
Er hatte Gott sei Dank eine von mir gefertigte
“ Erkennungsmarke”mit Namen und
Truppenzugehörigkeit am Halsband
und Kieler Kameraden sammelten ihn ein und
organisierten den Tranport nach Schlicktown
Kuno, ein kräftiger Rüde mit einem sanften Gemüt.
 



Kunos LieblingsplatzKuno auf Wache


Der Verbleib von Kuno ist unbekannt, vielleicht hat ihn einer der ausscheidenden Kameraden mitgenommen, wie es so oft andere  Bordhunde erlebt haben, denn die Besatzungen hatten eigendlich immer eine enge Beziehung zu ihren Bordhunden.
                   (Bild und Text wurde freundlicherweise von Ingo Zeitz
                           einem Viper-Fahrensmann zur Verfügung gestellt.)


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Der Kamerad E.Witter berichtet hier über einen Bordhund auf der Viper, während seiner Fahrenszeit auf der Viper

Meinen erster Kontakt zu Bordhunden hatte ich ca. Mai 1962, auf  Landungsboot €žViper bei einer Fahrt nach Hull/GB. Leider habe ich  nur das eine Foto von dem Hund und weiß keinen Namen. Der Hund sieht aber den Bordhunden aus Ihrer Aufstellung nicht ähnlich (finde ich).



Ladungsboot 1962 Viper


Des Rätsels Lösung ist mit großer Wahrscheinlichkeit folgendes.
Während meiner Bordfahrzeit auf der Weilheim hatte unsere Bordhündin  Laila 1962 ein Wurf von 5 Welpen. Zwei davon gingen auf die Landungsboote und drei ins Zivil Leben. Namen sind mir auch nicht mehr bekannt.   Der Webmaster P.L.



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Ringo, der 2. Bordhund auf dem Landungsboot Viper


In den Jahren 1967 - 1968 lebte an Bord der Viper ein Boxermischling Namens Ringo, als Bordhund.
Er war ein Sohn von Laila 2 , die Bordhündin auf der Eidechse war und einem Boxer- Rüden, der in der Kneipe an der Deichbrücke zu Hause war.
Ringo selber sah aus, wie ein kleiner Boxer.


Ringo mit Mama Laila

Mama Laila mit ihren Welpen Ringo,
der hier ca 7 Wochen alt ist



Ringo hatte die Statur eines Mini - Boxers (wohl von seinem Vater geerbt).
Seine Füße waren so groß, wie die eines ausgewachsenen Boxers. Das gleiche galt für seinen Schwanz (Rute). Der hätte einem heutigen Zuchtboxer alle Ehre gemacht, nachdem die Hunderuten nicht mehr abgesägt werden dürfen. Wenn er damit wedelte, wurde sein kleiner Körper hin- und her - gerissen.
 
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Ringo mit Geburtsurkunde der Eidechse
 Geboren als echter Bordhund



Ringo der Kleine Boxer von der ViperEr lebte an Bord und hatte keine Probleme mit seinen krummen Beinen die Niedergänge zu meistern,er war eben ein geborener Bordhund,d.h. ein sogenannter Amphi/Tranphi mit zwei Schwimm und zwei Kletterpfoten.
Leider war er nicht sehr seefest. Kaum war ein bißchen Seegang, dann lag er im Ladedeck flach auf dem Boden, streckte alle Viere von sich und übergab sich. Doch wenn sein Fressen erst alles draußen war, machte er sich sofort wieder drüber her und leckte alles brav auf, das war seine besondere Art von Reinschiffmachen.
 Das hätte man mal von einem Seemann verlangen sollen!!
Auch das Autofahren war nicht seine Stärke; Er hatte während einer Wochenendfahrt Richtung Weißwurst-Äquator (Mainlinie), der Frau eines Kameraden sein ganzes Frühstück in den Kleiderausschnitt serviert.Danach durfte er nur noch in den Fußraum des VW-Käfer sitzen, was ihm auch gut bekam, wenn es wieder einmal nach Süddeutschland ging.
Die beste Freundin von Ringo war Whisky, denn wenn wir in Kiel waren und die GoFo war da, dann war unser Hund nicht zu Halten und wir mußten ihn immer vom Segler holen.
Wenn wir an der Wiesbadenbrücke in Schlicktown lagen und Ringo nicht an Bord war und auch nicht auf dem Hafengelände sein Unwesen trieb, dann brauchten wir nur den kurzen Weg zum Bahnhof zu gehen, denn dort war die berühmte Imbißbude mit den super Bratwürsten und Hähnchen.
Endweder hier an der Bude oder in der Marktstraße beim Schmutzigen Löffel haben wir ihn bestimmt gefunden. Er fraß für sein Leben gerne Brathähnchen.
In der Kantine hat er mal auf dem Tisch gesessen und die restlichen Hähnchenstücke verputzt. Damals kam noch regelmäßig ein mobiler Brathähnchen-Verkäufer nach Dienstschluß auf die Pier, dann war der Hund nicht mehr zu halten und der erste Hähnchenkäufer mußte schnellstens an Bord jumpen und sich mit seinem Gockel in Sicherheit bringen.
Ich weiß noch, dass ich mal wieder mit dem letzten Zug gegen Mitternacht aus dem Wochenende zurück kam und aus besagtem Grill am Bahnhof noch einen Gummiadler mit an Bord genommen habe. Ringo hatte ihn sofort gerochen und wich nicht mehr von meiner Seite. Der Gummiadler machte seinen Namen alle Ehre. Er war durch das mehrmalige Aufwärmen zäh wie Leder und nicht genießbar.
Ich habe ihn dann Ringo gegeben aber selbst der hat es aufgeben diesen Vogel zu verspeisen.
Wenn Ringo ausgeschimpft wurde, dann begann er zu humpeln.
Das kam so: Ein Maat hatte ihn mal sehr unsanft vom Oberdeck in’s Ladedeck befördert und dabei muß Ringo sich die Vorderpfote verstaucht haben.
Ringo als lahmender Simulant
Was tun!!!    Erst mal den Hund trösten und betüddeln. Das hat er sich gemerkt.
Dann zum Tierarzt, “Jawooll” Pfote verstaucht!!! Also Hund pflegen und möglichst tragen, damit das Pfötchen schnell wieder heilt.
Danach war nichts mehr mit Niedergang rauf und runter gehen. Er wollte getragen werden. Wenn er was verzapft hatte und er Schimpfe bekam, fing er sofort an zu humpeln.
Also wieder zum “Tierarzt”.
 Bis der “Alte” dann irgendwann mal herausbekam, dass der “Tierarzt”, das Krokodil (damals die Stammkneipe der Landungsbootfahrer) war.
Ja,ab dann war nichts mehr mit dienstlichem Landgang für den Decksältesten der Heizercrew.
Ringo lebte hauptsächlich im Heizerdeck.
Wir hatten bei uns im Deck vorne im Bugbereich eine Blechwand, ca 70cm breit,vom Baden bis zur Decke reichend. Auf dieser Wand war eine wunderschöne Meerjungfrau gemalt.
   



Nixe im Viper HeizerdeckRingo bei seiner Wachmach Methode

Wenn morgens zum Locken gepfiffen wurde, dann stand Ringo vor dieser Blechwand und donnerte mit mit seinem kräftigen Schwanz- “Pardon Rute”- solange gegen diese Schepperblechwand bis wir alle aus den Kojen waren.
Als wir im Frühjahr 1968 wieder mal in Kiel waren, streunte Ringo mal wieder auf Damensuche in der Wik herum.
Jedenfalls meldete er sich am “Auslaufmorgen” nicht zum Dienst zurück.
Kurzfristig wurde das Auslaufen verschoben und der damalige Kommandant Kptlt.“D. Suhr”
ermöglichte damit im Rahmen seiner Möglichkeit, eine kurzfristige Suche nach unserem fahnenflüchtigen Ringo durchzuführen. Diese Suche blieb aber ohne Erfolg. 
Die Heizercrew durfte leider keinen Kameraden zurücklassen der unseren Ringo in Kiel  hätte weitersuchen können. Wir sind dann unter Protest ohne unseren Ringo ausgelaufen.
Als die Viper Juli 1968 nach Borkum verlegt wurde, war kein Hund mehr an Bord.
Etwa ein Jahr später als ich wieder in Schlicktown war habe ich in der 3.Einfahrt einige Bordhunde rumtoben gesehen, unter denen auch ein kleiner Boxer war, der zumindest auf meinen Ruf -“RINGO”- reagiert hat.
Ringo muss also irgendwie wieder nach Schlicktown gekommen sein!! (Er war ja auch nicht dumm).
               Die Geschichten von Ringo sind vom Viper Fahrer (E-mixer) Heiner Lanclee
                                                                und Gert Bartling erzählt
.


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Boxerleben

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Link zur Bordhunde Seite

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