Bordhunde Benjamin+Blacky,
der Schulfregatte Raule

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Schulfregatte Raule von der MUWS in Flensburg

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Benjamin  der samtene Wachhnud

Benjamin

Benjamin der Raule Bordhund 1
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Blacky der Raule Bordhund 2
Blacky  der angebliche Irrtum

Blacky

Ihr hört das Raule Lied, dass immer beim Aus- und Einlaufen über die Bordsprechanlage abgespielt wurde, und zwar der Marsch “Unter dem Doppeladler”.

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Bordhunde BENJAMIN + BLACKY der Schulfregatte RAULE



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Die Fregatten der Raule Klasse 138
Im November 1957 wurde die engl. Fregatte
ALBRIGHTON von der Royal Navy angekauft.


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Hier die generalüberholte Raule auf der Werft in England
Der E-Mixer scheckt noch schnell die Toplaterne auf dem Göschflaggenstock


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Fahrt der Raule durch den Nordostsee Kanal zu ihren neuen Heimathafen Flensburg
Nach Grundüberholung und Umbau wurde sie am 09.April 1959 übernommen und als
 RAULE (F217) am 14 Mai 1959 in Dienst gestellt. Sie diente als Schulschiff für
die Marineunterwasser-Waffenschule und wurde am
 20.Dez.1967 wieder außer Dienst gestellt.


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Hier die Raule beim Eindocken zwecks Instandsetzung und Unterwasserinspektion auf der FSG-Werft (Flensburger Schiffbau Gesellschaft) im Jahre 1960.


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Immer wieder ein interessantes Bild für die Besatzung, denn meistens sieht ein
Mariner selten die Schrauben seines Schiffes, da sie von der SDM
schneller kommandiert werden, als ein Schiff ins Trockendock geht.


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Während unten im Dock an den Propellern gearbeitet wurde, hat die Besatzung ihr Schiff auf schön getrimmt. So wie dieser 11er wie ein Artist im Bootsmannsstuhl in schwindelnder Höhe seine akrobatische Pönnummer vorführte.


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Ausdocken und schnell noch die Schornsteinklappen öffnen und schon können
 die Brenner hochgefahren werden um mit einem zünftigen Heizergruß sich
von der Werft zu verabschieden.


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Die Raule von Anker zum Fotoshooting



Schäferhund Benjamin, der 1. Bordhund der Raule


Wie Benjamin an Bord der Raule kam


Hier die Geschichte von Benjamin, den Bordhund der Raule


Der Kamerad Hartmut Drescher berichtet folgendes von der Raule+Benny
Habe zufällig die Web-Seite gefunden.
Fuhr vom 14.5.1959 - 30.6.1960 auf der Raule. Stieg in Bremerhaven ein und anschließend war die Umbenennung von “Albrighton” in “Raule” in Flensburg.
War bei der Abholung von Benny aus dem Flensburger Tierheim dabei. Kann mich noch an die Smuts Käberich und Willi Schneider erinnern. Ich war Funker. Meine Dienstzeit war vom 16.4.1958 - 30.6.1964. Anschließend bis 1985 noch 10  Wehrübungen. Habe es dadurch bis zum OBootsmann  gebracht.


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       Der junge Benny kommt an Bord

HG Hartmut Drescher in 1. Geige blau



Diese Bilder vom jungen Benny hatte der Kamerad Heinz Carstensen aus Kiel
 in seiner Backskiste gefunden und spendete sie zum 50 jährigem, der Allgemeinheit


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Hier vertreibt sich der Schmadding mit
 Benny seine Zeit und erzählt etwas
 von einem reinen Oberdeck.

Gefreiter Heinz Carstensen mit Benny
während eines Umtrunks.





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Kommandant Zimmermann und der 1WO KL.Giesecke erlaubten Benny an Bord


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Benny war schon ein prächtiger stolzer Bursche



Der Kamerad Klaus Hollmann schickte die nachfolgenden Bilder von Benjamin und Schiff:
Hallo Peter,
ich war vom 01.10.1960 bis 31.03.1961 auf der Raule. Mein erstes Bordkommando. Als Torpedomixer war ich dort eigentlich nicht richtig. Der vorhandene Torpedosatz war nur als Karussell für Seeleute geeignet. Torpedos gab es dafür nicht. So wurde ich zunächst als Backschafter im Ufz-Deck eingesetzt, später als Rudergänger in der 3. Wache (Leutnant Hahn). Benny war gerade degradiert worden, ich denke er hatte sich zu lange vom Schiff entfernt. Die Zeremonie wurde vom Kommandanten Zimmermann (den besten, den ich je hatte) in der Offiziersmesse vorgenommen.


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Benjamin mit Rundumblick


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Benni immer mit wachsamen gespitzten Ohren, ob an Bord oder Land


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Abendliches Ankern auf See und AlleMannManöver



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Werftliegezeit in Hamburg


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Da wir bei Blohm und Voss in Hamburg zum Umbau lagen, war St. Pauli unser bevorzugtes Landgang-Revier. Mit Benny habe ich mich dort auch in Uniform sehr sicher gefühlt. Nur einmal mußten wir vor der Militärpolizei in ein Striplokal flüchten....hör auf deine Alte, geh nicht in die "Spalte", so hieß das Lokal. Benny habe ich als sehr ängstlichen Hund kennen gelernt. Kam jemand mit einem Hund entgegen, so drängte er sich an mein Bein. Aber zum Glück wußte das ja niemand. In einem Lokal hatte ich mal Stress mit einigen Südamerikanern. Benny wurde sehr aggressiv, wohl aus Anst. Keiner wagte es, uns anzufassen.


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Großer Badetag für Benny

 Schmeling beim Deckschrubben danach



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Die Raule habe ich später noch mal im Kattegatt getroffen. Wir hatten eine Kollision von 2 Schnellbooten unseres Geschwaders. Ein Boot drohte zu sinken. Die Raule hat uns mit einer leistungsstarken Lenzpumpe geholfen "an Deck" zu bleiben.
Herzliche Grüße,
Klaus Hollmann



Der längste Matrose der Raule ist nach 50Jahren wieder aufgetaucht
In diesem Bild Artikel schildert der Matrose Günther Clemens wie die Probleme wegen seiner Übergröße im Jahre 1958 unkonventionell, durch die Marine gelöst wurden.


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Günther Clemens gehörte zur ersten Raule Crew, die die “Albrighton” aus England holten und nach Bremerhaven brachten.




BENJAMIN war ein Schäferhund-Mischling, der im zarten Alter von 10 Wochen zu uns an Bord kam. Im Rahmen eines Bordfestes wurde BENJAMIN vom Hauptgefreiten Emil Bauer (Küchenmaat) dem Kommandanten, Korvettenkapitän Eberhard Zimmermann übergeben. Die Kombüsenbesatzung verpflichtete sich, für das leibliche Wohl und die Betreuung zu Sorgen. BENJAMIN ist der Vorname von Admiral RAULE, nach dem das Schiff benannt wurde.
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An Bord kam BENJAMIN im Sommer 1959.
 1962, nach der Außerdienststellung zur Basisinstandsetzung der RAULE kam BENJAMIN
 von Bord und tat bis zur Wiederindienststellung 1964 Dienst bei der Wach- und Schließgesellschaft, die den Tirpitzhafen in Kiel bewachte.
Danach kam er wieder mit der Besatzung an Bord zurück. Von 1964 bis zur endgültigen Außerdienststellung der Raule im Jahre 1967 war BENJAMIN wieder an Bord des Schiffes.raule_benjamin_umtrunk10202
Hier auf dem rechten Bild bei einem Bordumtrunk auf den Schoß seines damaligen Betreuers, den Gefreiten Niederhofer.
 Wir hatten viel Freude mit BENJAMIN. Heizer mochte er wegen dem Ölgeruch nicht, wenn Kadetten auf der Pier Frühsport machten trieb er diese an, weil er dieselben ebenfalls nicht mochte, sie haben ihn immer geärgert. Gepinkelt und gelöst hat er nur in den Wassergängen an Steuer - und Backbord.
 Er trank gerne Bier und konnte alle steilen Niedergänge an Bord emporklettern.
Dieser Text über Benjamin wurde von Heinrich Fetscher, Vors. der Marinekameradschaft
Hamburg-Wandsbek, zur Verfügung gestellt.



Bei extrem schlechtem Wetter war er nur auf der Brücke anzutreffen.Wenn das Schiff an raule_benjamin_rechts103der Pier lag, gab es immer genügend raule_benjamin_links102Besatzungsmitglieder, die mit ihm Gassi gehen wollten. BENJAMIN war natürlich auch immer der Erste, der nach dem Festmachen von Bord sprang. Im Ausland natürlich zum Ärger der dortigen Behörden.Er hatte einen Impfpass, in dem immer alle Impfungen eingetragen waren, so dass die Behörden vor Ort dann immer ein Auge zudrückten, wenn er mal wieder vor dem Einklarieren an Land den nächsten Baum suchte.



Besatzung der Raule bei alltäglicher Dienstroutine


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Benny war ein ruhiger ausgeglichener Vertreter seiner Zunft und suchte immer die Nähe seiner Menschen. Ob er den Wachgänger begleitete oder wie auf dem rechten Bild den Bootsmann Mai und Obermaat Kölln zu den Herrgottsschnitzern begleitete, um zu sehen wie die Potackendreher aus einer faustgroßen Kartoffel einen Knobelwürfel zum Essen fertigten.


So, das war ein kleiner Bericht von unserem Bordhund
 BENJAMIN.


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Auf dem linken Bild ist Benjamin und der Gefreite Mohrhof am Heck der Raule
 während diese mit Vollspeed die See durchpflügte und eine riesige Bugwelle hinterließ.
Auf dem Bild rechts ist der Gefreite Mohrhof mit Benjamin nach einem Landgang
1967 nach der Außerdienststellung der Raule ging Benjamin wieder zur Wach- und Schließgesellschaft zurück und wurde als Wachhund im Kieler Hafen nach einiger Zeit Wachdienst, Gnadenbrot bis zu seinem natürlichen Ableben.                          raule_guenter_mohrhof20202
Die vielen schönen Bilder wurden von dem ehemaligen Raule
Fahrer Günter Mohrhof aus Flensburg zur Verfügung gestellt
Zu erreichen unter guenter-mohrhof@versanet.de











Ein neues Bild von Benjamin


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Der ehem. Gefreite Hermann Schmidgruber aus dem Frankenland, schickte dieses Bild mit Sich und Benjamin auf der Raule.
 Er schrieb, dass er sich freuen würde, wenn das Bild mit zu den Bordhunden kommt.



Neue Bilder von Benny und Raule


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Frisch gepönt und klar zum Auslaufen liegt die Raule in Flensburg-Mürwick für eine Trainingsfahrt in die Nordsee mit Einlaufen auf Borkum.


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Benny genießt die Fahrt auf dem Achterdeck und hat alles im Blick


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Benny auf Spurensuche am Strand


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He,he, das ist doch kein Schiff, scheint Benny zu Sagen, als er die Borkumer Inselbahn zum erstenmal sah.



Karl Heinz Kluck aus Schenefeld schrieb:
Lieber Kamerad Mohrhof,
im Internet-Aufruf "Bordhunde" fand ich Ihren Bilderbeitrag zum Thema Benjamin und ich möchte mich für die veröffentlichten schönen Bilderherzlich bedanken. Als Ergänzung für unsere Erinnerungen einige Benny bezogene Bilder anbei.

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Charakteristisch für Benny war ja, daß er beim Rollenschwoof völlig Überdreht war und sogar die steilen  Stiegen (Geschützturm) und Niedergänge jeweils im Sturm, aufwärts wie abwärts, ohne Rücksicht auf im Wege stehende Hindernisse nahm. Aufgrund der Abbildungen kann ich mich natürlich auch an Sie erinnern.
 Meine Bordzeit auf der SF Raule war: 21.7.1959 - 28.3.61 und 30.6.61 - 30.5.62



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Es war nicht immer einfach Benny als Erinnerungsfoto mit nach Hause zu nehmen.
Der Maat der Wache mußte ihn schon kräftig festhalten, denn Benny nahm
 seine Aufgabe als Wachhund manchmal sehr ernst, speziell bei Zivilisten.




Hier die Geschichte von Blacky, den 2ten Bordhund der Raule


Ausschnitt aus einer alten Bord/Bier- Zeitung, in der über
 einen 2ten Bordhund bereits berichtet wird.


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In den nächsten Tagen wird der Kamerad Paul Marquardt, ein alter Raule Veteran, näheres über Blacky berichten, denn er hat den Hund wohl öfter mit an Land genommen und sich un ihn gekümmert.


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Hallo Rauleaner und  andere Hundefreunde, hier entsteht der Bericht über den
2ten Bordhund der Fregatte Raule, er soll 1965 an Bord gewesen sein!!!
Wer weiß etwas, hat Bilder oder Storys über diesen Hund.
Es war ein schwarzer Mix zwischen Spitz und Cocker???- Siehe Bilder


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Kamerad Peter Weiland (Bütt) hatte dieses schöne Bild vom Bordhund Blacky in seiner Backskiste ausgegraben, nachdem eine Rauleaner Suchumfrage die Runde machte.



Kamerad Helmut Krüger und sein Leben auf und mit der Raule.


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Der Kamerad Helmut Krüger schreibt über dieses tolle Bild:
Es zeigt mich im August 1965 im blühenden Alter von 18 Jahren aus dem Bullauge, Duschraum Heizerdeck hinausschauend.
Heute hätte ich zu dieser Pose kein Glück mehr



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Kleiner Heizergruss der Raule


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Drei Raule Heizer auf Erkundung in Amsterdam , das war auf unserer Auslandsreise nach Holland 1965 wir lagen mit der Raule in Den Helder
Der rechte im Bild bin Ich.


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Wer noch nicht von Bord wollte, und Freiwache hatte gönnte sich ein kühles Bier im Heizerdeck.


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Die Heizer Freiwache beim Auslaufen in Flensburg, zur Auslandsreise nach Norwegen im Sept.1965, in einer stillen Ecke zum Gruppenfoto versammelt,
mit oben links im Bild der Kamerad Helmut Krüger, bevor sie
nach dem Alten Seemannsspruch
“Heizer und Chinesen unter Deck”
in die Zeche verschwinden.


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Einlaufen der Raule in den Hardanger Fjord unser Ziel war die Stadt Odda.Zwei Tage vorher lagen wir in Haugesund. Vor der Einfahrt in den Hardanger Fjord.


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Der Kamerad Helmut Krüger schreibt:
Blacky war zu meiner Zeit an Bord. Ich hoffe du kannst mit den Bildern etwas anfangen.
Die Bilder wurden beim Einlaufen in den Hardangerfjord aufgenommen.


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Kommandant John beim überprüfen des Ankers! Wir ankerten im Fjord,
 es war hier nicht mehr so tief!


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Jetzt eine Runde Paddeln um unsere Raule. Hier sieht man gut die Ankerkette. Wasser glatt und Super Sonne, danach ging es in den Hafen von Odda.


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Nach dem Festmachen an der Pier gab es erst mal Landgang für die Lords!



Das Hightlight von Helmut und Marion
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Hier ein Bild von meiner Hochzeit, ich habe am 27.8.66 während meiner Dienstzeit geheiratet.
 Ich habe Dir ja geschrieben das ich beim Kommandanten KptLt. John eine Unbedenklichkeitserklärung über mein Frau abgeben mußte, dass sie aus gutem Haus komme usw.
Ich war ja noch nicht Volljährig
 Der Schritt war richtig denn im Jahre 2016 haben wir Goldene Hochzeit




Feste und Feierlichkeiten der Raulaner-Veteranen
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Raule+ Benjamin-50 Jahre1959-2009

Die Fregatte Raule (F 217) der Bundesmarine war ein Schulschiff, benannt nach dem kurbrandenburgischen Generalmarinedirektor Benjamin Raule  (1634 bis 1707).


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1) Übergabe:
Die in Großbritannien gekauften und instandgesetzten Schulfregatten wurden wie folgt von den Werften an das BMVtdg übergeben:
Ex “Albrighton“ am 9. April in Liverpool - Birkenhead
Ex “Eggesford” am 14. April 1959 in Pembroke - Dock
2) Indienststellung:
Nach Durchführung der Probefahrten, Herstellung der Fahrbereitschaft und
Überführung nach Deutschland sind die Schulfregatten
“Raule” ex Albrighton
“Brommy” ex Eggesford


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 Flensburg und die Marine – eine Symbiose!


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Jubiläumstreffen von  Besatzungsmitgliedern der Schulfregatte Raule 
Im 50. Jahr der Indienststellung der „Fregatte Raule“, fühlte sich eine kleine Gruppe einstiger Besatzungsmitglieder unter Führung des Flensburgers  Günter Mohrhof, berufen, dieses, mit der Flensburger Marinegeschichte im Zusammenhang zu bringende Ereignis nicht sang- und klanglos aus der Flensburger Marine-Stadtgeschichte ziehen zu lassen. Zu Beginn des Jahres war mit Hilfe der modernen Kommunikationsmittel schnell ein größerer Kameradenkreis gefunden, der die Idee eines Treffens nach genau einem halben Jahrhundert in die Tat umzusetzen wünschte. Das Treffen wurde bewusst auf das Wochenende zum „Tag der Deutschen Einheit“ am 3. Oktober 2009 terminiert. 21 Marine-Jung-Gebliebene ehemalige „Raulaner trafen sich mit ihren Ehefrauen in einem Flensburger Hotel um nach einem exzellent vorbereitetem Programm die kleine Zeitspanne ihrer gemeinsam verbrachten Jugend bei der Marine zu gedenken und dieses Ereignis würdig zu feiern. Das Wiedersehen der „alten“ Kameraden nach diesem halben Jahrhundert war überaus herzlich und mit viel Freude gewürzt, auch eingedenk der Gedenkminute für die inzwischen verstorbenen Kameraden. Die gemeinsamen Abende waren lang und dauerten bis tief in die Nacht, wobei viele Fotoalben einer gründlichen Durchsicht unterzogen wurden und die vielen Schwarz/Weißfotos für reichlichen Gesprächsstoff sorgten.


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Folgendes Resümee konnte zum Abschluß des Treffens gezogen werden: Die Stadt Flensburg hat in ihrer traditionsreichen Gastgeberrolle als Marine-Garnisonsstadt viel dazu beigetragen, dass die einstigen jungen Soldaten sich in ihren Mauern sehr wohl gefühlt haben. Die Stadt und ihre Bewohner, die  Marine und ihre Soldaten schufen sich ein gegenseitiges Umfeld, das auch nach 50 Jahren von allen Beteiligten, von einer sehr harmonischen Verbindung gesprochen werden konnte. Die Einrichtungen der Marine, sei es die an Land oder die schwimmenden Einheiten, gaben einem Teil der Flensburger Bevölkerung Arbeit und Lohn und die Soldaten der Marine dagegen empfingen freundliche Aufnahme im öffentlichen wie im privaten Leben der Stadt. Damals gehörte die saubere und gepflegte blaue bzw. blau/weiße Ausgehuniform der Marinesoldaten zum alltäglichen Bild der Stadt. Alle Angebote des kulturellen, wie gesellschaftlichen Lebens stand den Soldaten zum Gebot. Nicht wenige von ihnen nahmen das kulturelle Angebot der Stadt mit seinem hervorragenden Theater, den Museen, dem Deutschen Haus, den Kinos und Tanzkaffees sehr gerne und beherzt an. Und wenn der Heimweg der Marinesoldaten zu ihrem Stützpunkt vielleicht auch sehr oft an der historischen Hafenzeile vorbei führte und man dort noch eines der vielen kleinen Lokale aufsuchte, so wusste man sich auch dort jederzeit korrekt zu benehmen.


Die Schlußbetrachtung eines Teilnehmers ließen aufgrund seiner schönen Erinnerungen an seine Garnisonsstadt Flensburg eine Feststellung unbeantwortet. Diese lautete; Was stand und steht der altehrwürdigen Fördestadt Flensburg  besser zu Gesicht; eine Stadt mit Kunst, Kultur und Marine – oder eine Stadt mit Kunst, Kultur und Tourismus? Ein Lob fand sich in seinen Worten auch für die Stadtväter, die über das unveränderte historische, fast lieblich gebliebene Gesicht der alten Fördestadt schützend und bewahrend ihre Hand gehalten haben.
Der Besuch des ehemaligen Marinestützpunktes Flensburg-Mürwik, einst  Heimathafen der Schulfregatte Fregatte Raule vermittelt heute einen absolut anderen Eindruck als den, den die Marine-Veteranen in Erinnerung hatten. An der Württemberg-Brücke und im Hafen keine Zerstörer, keine Fregatten, keine S-Boot- und Minensuch-Geschwader mehr, kein Hin und Her von Marinesoldaten. Stattdessen herbstliche und menschenleere Stille, ein völlig verändertes Bild; auf der Württemberg-Brücke ein Kuriosum, auf voller Brückenlänge eine bunt gewürfelte Häuserreihe und im Hafenbecken Segelyachten und Boote. Für viele der Alt-Mariner war der anschließende äußerliche Besuch in der ehemaligen Kasernenanlage Glücksburg-Meierwik in der vielen Anfangssoldaten das „Gehen“ gelehrt wurde und anderen wiederum das seemännische theoretische Rüstzeug angediehen wurde, ein Beleben ihrer Erinnerungen an den ungeliebten Kasernendienst. Der Besuch in der Marineschule Flensburg-Mürwik dagegen war von sehr freundlicher und informativer Natur. Geführt von einem Oberfähnrich der Marineschule  wurde den Gästen in der Aula ein kleiner Rückblick auf die Geschichte der Marineschule vorgetragen. Die imponierende Bauanlage vermittelt dem Betrachter innen wie außen, verblüffende Ähnlichkeiten mit dem mächtigen Bauwerk des Deutschen Ritterordens, der Marienburg in Westpreußen. Der Baumeister Kelm hatte bewusst diese architektonische Verbindung gewählt, dieses ist nachzulesen in dem ausgezeichneten Buch; „Das rote Schloß am Meer“ der Autoren Hillmann und Scheiblich. Marine-Baurat Kelm ist es zu verdanken, dass die Fördestadt Flensburg einen ausgesprochen imposanten, wie filigranen Baukomplex am Eingang ihrer Stadt zu ihrem Stadtbild zählen darf.          
Zur „Schulfregatte Raule“ deren Heimathafen über alle Zeit hinweg Flensburg-Mürwik war, ist folgendes zu vermerken:


Der von Deutschland angekaufte englische Geleitzerstörer Albrighton wurde auf einer Werft in England grundüberholt, am 9.4.1959 von der Bundesmarine übernommen und am 14.5.1959 unter dem Namen “Raule” (benannt nach ihrem Namenspatron; Benjamin Raule, dem Mitbegründer und Generaldirektor der Kurbrandenburgischen Marine unter dem großen Kurfürsten, als sich im Revolutionsjahr 1848 aufgrund einer sich entzündenden nationalen Begeisterung auch der Gedanke zur Bildung einer eigenen Flotte festigte) als Schulschiff für die Unterwasserwaffenschule in Flensburg-Mürwik offiziell in Dienstgestellt. Nach einer Generalumrüstung der Waffensysteme wurde die Raule am 2. Nov. 1964 erneut in Dienst gestellt und am 20. Dez. 1967 endgültig außer Dienst gestellt. Erste Kommandanten waren KK Eberhard Zimmermann, später u. a. Kommandeur des 3. Zerstörergeschwaders, gefolgt von KK Eggers, später u. a. Kommandeur des Marinestützpunktes Olpenitz. Erste WO’s waren seinerzeit Oblt.z.S. Giesecke, Kptlt. Demuth, oblt.z.S. Helmut Wind, dieser wurde später Kommandant auf dem Schulschiff der Bundesmarine Gorch Fock und übernahm im Verlauf seiner Marinezeit im Rang eines Admirals als Kommandeur die  Marineschule Mürwik. Die Besatzungsstärke der Fregatte Raule umfasste ca. 150 – 170 Mann. Schiff und Besatzung leiste überwiegend Ausbildungsdienst in der westlichen Ostsee, im Kattegat und Skagerrak. Vom 8.1.1962 bis zum 17.3.1962 leistete sie gleichsam mit ihrem Schwesterschiff Fregatte Brommy Ihre längste Ausbildungsreise als Kadettenschulschiff auf einer Fahrt ins Mittelmeer ab. Angelaufene Häfen waren: Notaufenthalt im Hafen von Dover (schwerer Orkan und kurzfristiger Ausfall der Brommy), Gravesend, Brest, Gibraltar, Messina, Venedig, Piräus und Saloniki. Auf der Rückreise wurde bei stürmischem Wetter schutzsuchend die Insel Kreta angelaufen, dann weiter mit Versorgungsaufenthalten in La Valletta, Gibraltar und Brest zurück nach  Flensburg.  
Nach der zweiten Indienststellung im Sep./Okt. 1966 absolvierte die Raule ihre nächste größere Auslandsreise zu den Hebriden, Pentland Firth, North Minch, Little Minch, Foyle River, Londonderry und Haakonsvern.
Am 20.12.19967 wurde Raule in Wilhelmshaven endgültig außer Dienst gestellt und fand später als Zielschiff für Raketenbeschuß Verwendung, um dann  in Hamburg im Juni 1971 abgewrackt zu werden. 
Karl-Heinz Kluck



Am Rande der Kieler Woche 2010 erlebt


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Die Kieler Woche 2010 nähert sich dem Ende zu. Aber die Bordhund Rauleaner sind auch weiterhin emsig. So trafen sich 5 Raulefahrer mit ihren Ehefrauen zur Kieler Woche auf der Fregatte Bayern, die " Open Ship" hatte. Die F217 Bayern ist natürlich verbunden mit unserer Raule, diese hatte ja auch die Hullnumber 217. Kameradschaft tut gut! Im Jahre 2011 ist ein weiteres Treffen der Rauleaner geplant, alles entstanden durch Benjamin unserem Bordhund und dem Internetauftritt von “PETER’S BORDHUNDE”.



                                                       
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2. Kameradentreffen einstiger Besatzungsmitglieder
 der Schulfregatte Raule im Mai 2011 in Husum

Unter dem Motto:  -Deutsche Marine - Kameradschaft über die Zeit hinaus-wurde
fast auf den Tag genau, 52 Jahre nach Indienststellung der Schulfregatte Raule, die  Flaggenhissung erfolgte am 14.5.1959 im Heimathafen Flensburg, das zweite Kameradentreffen ehemaliger Besatzungsangehöriger der Schulfregatte Raule
 vom  15.-18.5.2011 in Husum durchgeführt.
Die Initiative der  Kameradensuche durch den ehem. Brückengasten, Günter Mohrhof, nahm nach unserem ersten Treffen 2009 seinen Fortgang und so wurden weitere, sich aus den Augen verlorene Kameraden ins Adressregister aufgenommen. G.Mohrhof initiierte nun auch
 mit großem Engagement das zweite Kameradentreffen. Ehemalige Raule-Fahrer und
 ihre Ehefrauen folgten dem Aufruf des Flensburgers G.M. und reisten zum
Treffen nach Husum, der grauen Stadt am Meer.
Freude für alle, die wir mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem einst gemeinsam
 verbrachten kurzen Jugendabschnitt auf der Schulfregatte Raule, wieder im Kreis
„alter Kameraden“ ein paar gemeinsame Tage verbringen konnten. Auch wenn manch Haupthaar sich inzwischen gelichtet oder leicht geweißt zeigte, die Gesichtszüge vielleicht gegerbter, das Äußere etwas Stattlerischeres angenommen hatte, gab es im Zweifelsfall doch oft unverkennbar beibehaltene Gewohnheiten des Gegenübers, wie Gang, Haltung, persönliche Ausstrahlung, etc., die ein Wiedererkennen leicht machten. Nach Eintreffen der Gäste im Hotel Hinrichsen in Husum wurde zum gemeinsamen Abend geladen. Nach der Begrüßung durch G. Mohrhof gab es Sekt für die Damen und Bier für die einstigen Raule-Fahrer. In Gesprächsrunden kreisten Erinnerungen, Fotoalben/Bilder, Bücher und kleine Erinnerungsstücke. Die Atmosphäre war fröhlich, der Abend lang, und dennoch rief die Organisation in den frühen Morgenstunden des folgenden Tages zum Aufbruch ins geplante Programm. Mit dem Bus ging es vom Hotel aus nach Nordstrand zum Fährhafen Strucklahnungshörn. Von dort mit der Fähre zur Hallig, nach Nordstrandischmoor. Wegen Schietwetters mußte die geplante Wanderung und Besichtigung der 4 Warften gekappt werden. Stattdessen wurde, allgemein befürwortet, zum Mittagessen der „Halligkrog“ aufgesucht. Den wenigen Fußkranken bot der Krogbesitzer zur Überbrückung der „riesigen“ Distanzen einen freundschaftlichen Dienst an, in dem er diese auf der Hallig mit seinem rustikalen Trecker- Gespann von A nach B fuhr. Von Nordstrand aus ging es dann mit dem Bus zum herausragenden Bauwerk an der der Nordseeküste, zur Besichtigung des Eidersperrwerkes, um anschließend auf dem, im Hafen von Husum festgetäuten Restaurantschiff „Nordertor“, den gemütlichen Abend einzuläuten. Hier gastierte die Gesellschaft in einer langen Nacht als
 „Rauleaner – eine geschlossene Gesellschaft.“ 
Mariner und ihre Ehefrauen in maritimer Raumatmosphäre unter sich, das konnte nun gemütlicher nicht werden. Nach dem Abendessen griff Hermann Schroer aus Duisburg zur Guitarre und unter dem symbolhaften „Hell die Gläser klingen, ein frohes Lied wir singen“, wurde neben Bord- und anderen Geschichten insbesondere das deutsche Marine-Liedgut gepflegt. Hermann Schroer sorgte hier mit seinen musikalischen Anstößen für eine unnachahmliche Stimmung.
 So wurde der erste gemeinsame Tag ohne Zweifel,
 ein langer, aber auch ein gelungener Tag.
Gut gefrühstückt ging es am nächsten Morgen per Bus zum DB-Terminal nach Niebüll, und nach der Verladung von dort per Schiene nach Sylt/Westerland. Kleine Episode während des Transfers auf die Insel. Am Bus öffnete sich eine Gepäckraumklappe und ließ Gefahren für den Gegenzug erahnen. In Sekunden war das Problem scheinbar durch die Zugtechnik erkannt, der Zug gestoppt und die Fahrt ging nach Behebung des Problems weiter auf die Insel. Bei frischem Wind und schönem Wetter  ging es mit dem Bus weiter über die Insel in südliche Richtung nach Hörnum. Dort kurzer Hafenbummel mit anschließenden Mittagessen in Rantum. Die Inselfahrt in Richtung Norden führte uns dann durch die einzigartige Dünenlandschaft vorbei an Reetdach gedeckte Häuser, die geduckt zwischen hohen Dünen, oder Sturmtrotzend auf Sandhügeln stehen, weiter über Westerland, Wenningstedt, Kampen bis an die Inselspitze nach List. Hier hatten wir wieder Zeit für einen kleinen Bummel im Ort und am Dünenrand, um nach Einlaufen der Autofähre mit dieser zur dänischen Insel Römö überzusetzen. Die Insel Sylt, von Natur und Mensch in ihrem Erscheinungsbild charakteristisch geprägt, verlor sich nun mit letztem Blick auf Leuchtturm und Ellenbogen aus unseren Augen. Bei frischer Brise, aber glatter See, fand sich die Raule-Schar auf dem Backdeck ein, um hier bei lebhaften Gesprächen die kurze Überfahrt zu genießen. Nach dem Einlaufen in den Hafen Havneby auf Römö ging es mit dem Bus weiter zum bekannten Ort Lakolk, um dort zu Fuß über den weitläufigen Strand das Ufer des Meeres zu erreichen. Bei Sonnenschein stand der auflandige Wind   kräftig und die Strandwanderer wurden nach ihrer Stippvisite schnell wieder zurück zum Bus geweht. Über den Römö-Damm ging es anschließend durch den süd-dänisches Landessaum direkt zum gemütlichen Abendbrot in das „Brauhaus“ nach Husum. Der, bis in den späten Abend hineinreichende, lange Tag klang im Hotel mit dem Singen schöner Volks- und Marinelieder aus.
 Der Befehl „Ruhe im Schiff – Licht aus – alle Geister auf Stationen!“ der seitens der Hoteldirektion erscholl, ließ auch das beschauliche Husum wieder zur Ruhe kommen.               
Zu betrachten bleibt, daß unsere Abende jeweils durch Gespräche und Singen geprägt waren. Dies hat in der Marine seine Historie. Wurde doch, gestern wie heute, auf Schiffen und auf Landkommandos, Matrosen-Chöre ausgebildet, die oft in kürzester Zeit eine hohe Gesangsqualität, sogar Perfektion erreichten. Hierzu passt eine Feststellung des ehemaligen Kommandanten der Gorch Fock, Kpt. z. S. H. Engel (1962-1965), der zur erfolgreichen Erzielung einer Shanty-Langspielplatte, die von der Besatzung während einer Auslandsreise einstudiert und später aufgenommen wurde, sagt: Zitat:
„Für dieses Singen während der Abendronde gibt es – vor allem bei miesem
Wetter – oft keine spontane Begeisterung; die dabei waren, werden zugeben,es sogar manchmal verwünscht zu haben. Es gehört schon die ganze Liebe zur Sache dazu. Die Mannschaft einer
9-Wochenreise so weit zu bringen, dass ihre jungen, ungeschulten Stimmen die Aufnahme einer Langspielplatte lohnen. Und das Glück, ein paar gute Vorsänger dabeizuhaben – „Shantymen“-,
 wie sie früher auf den Frachtseglern hießen und hoch im Kurse standen“
 
 
      
 Unser Shantyman war Kamerad H. Schroer, ein Unterhaltungstalent mit Seefahrer-Charisma, der die gemischte Gesangs-Truppe in kürzester Zeit auf lang zurückliegende erprobte Gesangslinie brachte, auch wenn wir bei den spontan abgesungenen Liedern nicht immer Textfest waren. Sind doch die Möglichkeiten zu solchen Zusammen-künften nicht immer gegeben und unsere gemeinsame Zeit liegt, wie wir gelesen haben, ein  „halbes jahrhundert“  zurück.
Nach diesem erneuten Wiedersehen kann man mit Überzeugung davon sprechen, daß die einstigen Matrosen, die ihre gemeinsam verlebte kurze Jugendspanne auf der Schulfregatte Raule, dem -Schwan der Ostsee-, wie das Schiff liebevoll von seiner einstigen Besatzung mit einem Zunamen belegt wurde, in bester und schönster Erinnerung geblieben - und die Bestätigung gewachsen ist, daß die Kameradschaft hält – über die Zeit hinaus.
Dem Organisator, Günter Mohrhof, gebührt Dank, verbunden mit der Bitte, das nächste Treffen der Rauleaner zielgerichtet in Peilung zu nehmen.

 G. Mohrhof
K.-H Kluck

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Bildmontage: Hermann Schmidgruber


Raule Ahoi
Es war wieder soweit, die Raule Veteranen hatten
ihr Kameradentreffen 2013 in Eckernförde.

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Bericht des Eckernförder Anzeigers “Förde Rundum”
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Raule Ahoi
Es war wieder soweit, die Raule Veteranen hatten
ihr Kameradentreffen 2017 in Stralsund.


ReiseStralsund

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Juni 2017
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Mythos  F217 - Schulfregatte Raule -
 Schwan der Ostsee



Mit dem 5. Kameradentreffen der Marine-Crew  F217 - Schulfregatte Raule vom 8.- 11. Juni 2017 in Stralsund hat sich die Verbundenheit der einstigen Marinesoldaten, die im Jahre 1959 zu den ersten Besatzungsmitgliedern der damals nach Generalüberholung neu in Dienst gestellten Fregatte (ursprünglich britischer Geleitzerstörer und Weltkriegsschiffsveteran) gehörten, wahrlich zu einer lebendigen Marinekameradschaftsgeschichte herausgebildet. Waren wir zu Beginn unseres Zusammenfindens im Jahre 2009 (50 Jahre Fregatte Raule) 21 ehemalige Marinesoldaten, die sich anläßlich des oben erwähnten Jubiläums einfanden, so waren es in diesem Jahr 25 ehemalige Besatzungsmitglieder nebst ihren Ehefrauen, die nach Stralsund angereist waren. Auch wenn alle „Ehemaligen“ sich inzwischen hart am 8. Lebensjahrzehnt, einige sogar schon darüber, befinden, so zeigte sich die Raule-Gang bei Absolvierung des mehrtägigen Programms in und um Stralsund immer noch absolut „voll Verwendungsfähig“.
Am Begrüßungsabend wurde ehrenvoll der verstorbenen Kameraden gedacht, insbesondere des jüngst heimgegangenen Kameraden Peter Oskar Couqi, der uns in Wilhelmshaven noch mit dem von ihm getexteten und nach der Melodie von Sweet little Sixteen vertonten Raule-Blues „Raule-Gang“ (es war einmal ´ne geile Truppe - die Raule-Gang - der spuckte keiner in die Suppe, dafür war es sowieso zu eng, ...) eine in Noten gesetzte musikalische Raule-Identifikation hinterlassen hat.
Die Tage in Stralsund waren angefüllt mit Besichtigungs- und Ausflugsaktivitäten, wie das Marine-Museum auf dem Dänholm, dessen enge Räume angefüllt waren mit Exponaten der Deutschen Marinegeschichte, sowie die Besichtigung der Gorch Fock I, dessen ehrenamtlich in Arbeit befindlicher Sanierungs- und Erhaltungsprozess das traditionsreiche Schiff, allein optisch in hellster weißer Farbe, wiederentstanden  erstrahlen läßt. Nach ausführlichem Besichtigungsrundgang verabschiedete sich die Raule-Crew an Oberdeck mit einer Schiffsglocken-Zeremonie. Uhrzeitlich punktgenau mit 4-Glasen, ausgeführt vom Altmatrosen Hermann Schmidgruber, einstmals, wie auch drei weitere anwesende Raule-Matrosen, zeitweilig Stammbesatzungsmitglied auf dem Segelschulschiff Gorch Fock war.
Die gemeinsamen Abende in gemütlicher Runde bei Wein und Bier waren angefüllt mit gemeinsamen Gesang und dem Erzählen von Seemannsgarn und Marinegeschichten. Unsere Frauen machten uns die Freude mit dem Lied  „My Bony ist over the Ocean“, einstmals (1962) in Melodie von Billy Vaughn beim Abschied/Ablegen zur großen Mittelmeerreise in Flensburg-Mürwik über Oderdecklautsprecher eingespielt. Die Melodie hallte damals weit über  Wellen und Hafen.
Abgeschlossen wurde der lange Abschiedsabend im Hotel mit dem Kommando „Ruhe im Schiff, Licht aus – alle Geister auf Stationen!“ gefolgt mit dem Absingen des Hängemattenwalzers „Guten Abend, gute Nacht, ..“ in traditioneller 3-Strophenweise; die Erste gesungen, die Zweite gesummt und die Dritte gepfiffen.
Beim Auseinandergehen am Abreistag wurde der Befehl ausgegeben „Gesund bleiben und im Jahre 2019, dem 60. Jubiläumsjahr der Indienststellung der Schulfregatte Raule, wiederkommen!“ Gedankt wurde dem Organisator des 5. Rauleanertreffens, Günter Mohrhof und dem unermüdlichen Reiseveranstalter, seinem Bruder Rüdiger Mohrhof.
Anlage:
Zur internen Information.
Zur auffrischenden Erinnerung: Auszug aus einem früheren Bericht (50 Jahre Raule)
 Zur „Schulfregatte Raule“ deren Heimathafen über alle Zeit hinweg Flensburg-Mürwik war, ist folgendes zu vermerken:
Der von Deutschland angekaufte englische Geleitzerstörer Albrighton wurde auf einer Werft in England grundüberholt, am 9.4.1959 von der Bundesmarine übernommen und am 14.5.1959 unter dem Namen „Raule“ (benannt nach ihrem Namenspatron; Benjamin Raule, dem Mitbegründer und Generaldirektor der Kurbrandenburgischen Marine unter dem großen Kurfürsten, als sich im Revolutionsjahr 1848 aufgrund einer sich entzündenden nationalen Begeisterung auch der Gedanke zur Bildung einer eigenen Flotte festigte) als Schulschiff für die Unterwasserwaffenschule in Flensburg-Mürwik offiziell in Dienst gestellt. Nach einer Generalumrüstung der Waffensysteme wurde die Raule am 2. Nov. 1964 erneut in Dienst und am 20. Dez. 1967 endgültig außer Dienst gestellt. Erste Kommandanten waren KK Eberhard Zimmermann, später u. a. Kommandeur des 3. Zerstörergeschwaders, gefolgt von KK Eggers, später u. a. Kommandeur des Marinestützpunktes Olpenitz. Erste WO’s waren seinerzeit Oblt. z. S. Giesecke, Kptlt. Demuth, oblt. z .S. Helmut Wind, dieser wurde später Kommandant auf dem Schulschiff der Bundesmarine Gorch Fock und übernahm im Verlauf seiner Marinezeit im Rang eines Admirals als Kommandeur die  Marineschule Mürwik. Die Besatzungsstärke der Fregatte Raule umfasste ca. 150 – 170 Mann. Schiff und Besatzung fuhren überwiegend Ausbildungsdienst in der westlichen Ostsee, im Kattegat und Skagerrak. Vom 8.1.1962 bis zum 17.3.1962 leistete sie gleichsam mit ihrem Schwesterschiff Fregatte Brommy Ihre längste Ausbildungsreise als Kadettenschulschiff auf einer Fahrt ins Mittelmeer ab. Angelaufene Häfen waren: Notaufenthalt im Hafen von Dover (schwerer Orkan im engl. Kanal kurzfristiger Ausfall der Brommy), Gravesend, Brest, Gibraltar, Messina, Venedig, Piräus und Saloniki. Auf der Rückreise wurde bei stürmischem Wetter schutzsuchend eine Bucht auf der Insel Kreta angelaufen, dann weiter mit Versorgungsaufenthalten in La Valletta, Gibraltar und Brest zurück nach  Flensburg.  
Nach der zweiten Indienststellung im Sep./Okt. 1966 absolvierte die Raule ihre nächste größere Auslandsreise zu den Hebriden, Pentland Firth, North Minch, Little Minch, Foyle River, Londonderry und Haakonsvern.
Am 20.12.19967 wurde Raule in Wilhelmshaven endgültig außer Dienst gestellt und fand später als Zielschiff für Raketenbeschuß Verwendung, um dann  in Hamburg im Juni 1971 abgewrackt zu werden.

Karl-Heinz Kluck
Hauptstraße 11 a  - 22869 Schenefeld
Tel.: 040-803782  Fax: 040-20919065
Email: kha.kluck@t-online.







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Da ist es nun endlich!!
Das Bild von Benjamin in “1. Geige blau”.






























































































































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